Bio-Smoothie im Reformhaus

Eintrag von am 2 March 2018 | Kommentare

Grundschüler des „Prima Klima Clubs“ recherchieren zu gesunden und ökologischen Lebensmitteln

„Bekommen wir nachher auch was Süßes?“, fragte eine Schülerin im Reformhaus ganz forsch. Bei Eiseskälte waren die Grundschüler des „Prima Klima Clubs“ am 7. Februar zu Fuß von Harmonie bis zum Reformhaus Lichius am Eitorfer Markt spaziert und trafen sich dort mit ihren Freunden vom Grundschulstandort Brückenstraße. Nach einem herzlichen Willkommen durch die Inhaberin des Reformhauses, Susanne Lichius, recherchierten die 1.-4.-Klässler zu gesunden und ökologisch hochwertigen Lebensmitteln.

Dabei stellten sie fest, dass auch im Winter noch sehr viele Bio-Gemüse und auch Bio-Äpfel regional aus Deutschland angeboten werden können – mit kurzer Anreise und guter CO2-Bilanz für unser Klima. Alle übrigen Obstsorten haben jetzt im Februar freilich einen weiteren Weg hinter sich – meist kommen sie aus Spanien. Auf die Frage nach leckeren Kinder-Rezepten zu winterlichen Kohl-Gemüsen empfahl Frau Lichius zum Beispiel einen Wirsing-Auflauf mit Nudeln und Käse überbacken.

PrimaKlimaClub imReformhausLichius 2018 02 07

Am Kühlregal nahmen die Grundschüler Milch und Eier unter die Lupe. Sie diskutierten die Vor- und Nachteile von Glasflaschen im Vergleich zu Milchpackungen und fanden heraus, welche Milch die regionalste ist. Zur Frage, warum manche Milchflaschen braun sind, erklärte Frau Lichius, dass die dunkle Farbe die Milch vor Licht schütze. Bei den Eiern lernten die Kinder, am aufgedruckten Code zu erkennen, ob es sich um ein Bio-Ei, eines aus Freiland- oder aus Bodenhaltung handelt. Hier begann der Eier-Code immer mit „0-DE“, das bedeutet, es waren alles Bio-Eier aus Deutschland.

An der Brot-Theke erkundigten sich die Grundschüler nach den Getreidesorten verschiedener Bio-Brote und erfuhren, dass Brot außer Mehl und Wasser auch noch Hefe und Saaten wie Sonnenblumenkerne oder Sesam enthält. Auf einer Karte markierten sie die Orte der Bäckereien, in denen diese Bio-Brote gebacken werden. Die meisten Brote stammten aus der regionalen DLS-Mühlenbäckerei in Hennef, die viele Schüler bereits aus früheren Kindergarten- oder Grundschulausflügen kannten.

Nach den Recherchen nahm sich Susanne Lichius Zeit für ein ausgiebiges Interview mit den Kindern. Dabei erklärte sie, dass Lebensmittel in einem Reformhaus häufiger Bio-Zeichen der Anbauverbände Demeter, Bioland oder Naturland tragen. Diese Bio-Zeichen seien aus ökologischer Sicht sensibler und daher hochwertiger als das bekannte sechseckige deutsche Bio-Logo und das grüne EU-Bio-Siegel.

Als schon die Eltern zum Abholen eintrafen, wimmelte es noch immer von Kinderfragen: Ob Kunden sich manchmal beschweren, wenn Bio-Obst oder Bio-Gemüse nicht so glänzt wie im Supermarkt. Ob Vollkornbrot gesünder sei als weißes Brot. Was eigentlich ein Keimlingsbrot sei im Vergleich zu Brot aus gemahlenem Getreide. Ob es bald keinen Honig mehr gäbe, wenn immer mehr Bienen aussterben. Wie Natur-Kosmetik eigentlich getestet wird, wenn nicht mit Tierversuchen. Neugierig lauschten die Kinder den spannenden Antworten.

Nach so viel angewandtem Sachunterricht gab es die zu Beginn versprochene „Süßigkeit“ gleich doppelt: Erst servierte Frau Lichius leckere Bio-Smoothies aus Bananen, Äpfeln, Birnen, Kiwi und Orangen. Als Finale verteilte sie sogar noch Dinkel-Schokokekse an alle Mitglieder des Prima Klima Clubs.