Schule als lernende Institution

 

Wir sehen die Grundschule Harmonie als lebenden Organismus, der sich ständig weiterentwickelt, lernt und über sich nachdenkt.

 

Kollegiumsarbeit

Ein fester Bestandteil seit Anbeginn der Schule ist die wöchentliche Montagskonferenz, in der inhaltlich gearbeitet wird. Die Themen werden gemeinsam festgelegt und von einzelnen KollegInnen vorbereitet und gestaltet. Zurzeit arbeiten wir an einer Weiterentwicklung des Schulprogramms (hin zu einer Broschüre, die man Eltern und anderen Interessierten in die Hand geben kann), danach steht  ein offener Ansatz zum Mathematikunterricht auf dem Plan (Arbeit mit dem Mathetor, siehe Anhang).

Das Kollegium beginnt jeden Schultag mit einer Frühkonferenz um 7.15 Uhr, in der organisatorisch Wichtiges (unter anderem auch der Ver-tretungsplan) gemeinsam geregelt wird.

Einmal im Jahr führen wir eine mehrtägige Schulinterne Fortbildung (SchiLF) durch, bei der intensiv am pädagogischen Konzept unserer Schule gearbeitet wird (einige Beispiele für Themen: Jahrgangs-übergreifender Unterricht, Selbsteinschätzung, Förderbedarf).

Unsere Arbeit ist geprägt von einer vertrauensvollen Atmosphäre und einem verantwortungsvollem Umgang miteinander. So kann jeder seine Stärken einbringen und zu seinen Schwächen stehen.

Wir versuchen nicht, uns auf das zu einigen, was als Schnittmenge unserer Vorstellungen zusammenkommt, sondern die Summe all unserer Verschiedenheiten und Kompetenzen wird von jedem Einzelnen für jeden Einzelnen und alle vertreten (Maximalkonsens: "Was meine KollegIn anders macht als ich, vertrete ich mit").

 

Professionalität und Evaluation

Für eine Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit sind Professionalität und die ständige Evaluation Grundvoraussetzungen.

An jedem 1. Montag im Monat führt unser Kollegium eine Kinderkonferenz durch. Hier können einzelne KollegInnen Kinder vorstellen, um die sie sich sorgen. Gemeinsam tauschen wir Erfahrungen aus, forschen nach Ursachen und finden Wege zur Weiterarbeit mit dem Kind. Dabei arbeiten  wir zu unserer eigenen Beratung eng mit der örtlichen Familienberatungsstelle zusammen.

In den Montagskonferenzen bilden wir uns gegenseitig fort, indem einzelne Kollegen den anderen von ihrer Arbeit berichten. So finden regelmäßig Musik- und Religionskonferenzen und Diskussionen über neue methodische / pädagogische Erkenntnisse (z.B. Mathematik ohne Mathebuch) statt. Zudem nehmen wir an Fortbildungen in ganz Deutschland teil (z.B. Grundschultreffen der Freinetkooperative e.V. in Altenmelle).

Darüber hinaus laden wir Experten ein, wie z.B. die Sonderpädagogin der Nachbarschule zum Thema "Förderplan", ein Mitglied der Lehrplankommission "Musik" zum Thema "Spiel-mit-Stücke", die orts-ansässigen Vertreter der Kirchen zur Organisation und Planung eines Friedensfestes u.v.m.

Evaluation ist in unserem Schulalltag allgegenwärtig und findet sich in folgenden Formen wieder:

  • tägliche Frühkonferenz
  • wöchentliche Montagskonferenz
  • Kinderkonferenz mit Familienberatung
  • Fachkonferenzen
  • Schulinterne Fortbildungen
  • schulinterne Erhebungen (z.B. Befragung der Eltern über die Effizienz von Beratungsgesprächen)
  • tägliche Kommunikation bei offenen Türen
  • Teilnahme am Comeniusprojekt "In Europa Demokratie leben"
  • Supervision des Unterrichts durch Partnerschulen (Hospitation und anschließende Beratung und Besprechung)
  • Schulleitertreffen der Grundschulen Eitorfs
  • Kinderparlament (Kinder geben uns Rückmeldung über unsere Arbeit)
  • Bearbeitung der Selbsteinschätzungsbögen der Kinder
  • Arbeitskreise und Infoabende mit Eltern
  • Beratungsgespräche mit Kindern, Eltern und Lehrer(n)
  • wissenschaftliche Interviews (bzw. Umfragen und Fragebögen) von Studierenden und Doktoranden
  • Gespräche und Arbeitsgruppen mit HospitantInnen aus Schulen, Hochschulen, Universitäten und Seminaren
  • Vorträge, Artikel und Seminare unseres Kollegiums über die Arbeit der Schule

 

 

 

 

 

 

 

"Jeder Jeck is anders"

oder

"Du musst das hier so machen wie du willst, sonst kriegst du Ärger."

(Zuruf während einer Konferenz)

 

 

 

 

 

 

Vom Maximalkonsens oder von der Synergie der Konzepte


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer evaluiert besser als die Betroffenen?!

Dies sind die Kinder, dann die Eltern,

du selbst als Lehrerin oder Lehrer,

dann Freunde und Konkurrenten,

dann die Gesellschaft.