Schulklima, Schulleben

 und außerschulische Lernpartner

 

Schulklima und Schulleben

Alle Menschen erfahren das freundliche, ebenerdige, lichtdurchflutete Schulgebäude nicht nur als Lernort, sondern als Ort des Wohlfühlens und des Zuhauseseins. Wir bieten den Kindern von 7 Uhr morgens an ein Stück "Lebensort". Die Kinder sollen hier nicht nur lernen, sondern auch erfahren, ihr Leben ein Stück selbst in die Hand zu nehmen. Dazu gehört es zum Beispiel, dass sie selbst entscheiden, wann sie essen und trinken, dass sie Hausschuhe tragen und an der Klassenraumgestaltung beteiligt sind. Die Pausenzeiten verbringen sie entweder im Schulhaus oder auf dem Schulgelände. Es gibt keinen Gong, der die Arbeitszeiten zwangsweise unterbricht.

Seit Bestehen der Schule haben Kinder, Eltern und Lehrer ein naturnahes Schulgelände geschaffen und stetig weiterentwickelt. So ist aus einer brach liegenden Weide ein Hügelgelände mit Teich, Tunnel, Brücke, Tipi, Boulebahn, Fußballplatz, Weidenlabyrinth, Sandkasten, Rutsche, Schaukel und vielen Sitzgelegenheiten entstanden. Diese Umgebung lädt zum Arbeiten, Forschen, Spielen und Verweilen im Freien ein.

Alle Menschen (Kinder, LehrerInnen,  MitarbeiterInnen und Eltern), die in unserer Schule arbeiten, gehen respektvoll miteinander um. Haben die Kinder Lernschwierigkeiten, persönliche Sorgen oder kommt es zu Konflikten, die sie nicht selbst lösen können, so sind alle Lehrer ansprechbar. Das Lehrerzimmer, das Schulleiterbüro und das Sekretariat sind für die Kinder jederzeit zugänglich. Zudem gibt es tägliche Sorgensprechstunden aller Lehrer.

Kinder, Eltern und Lehrer planen und führen gemeinsam Veranstaltungen durch (wie Karnevalsfeier, Frühlingsbasar, Sommerfest, jährliche Aktion zur Gestaltung des Schulgeländes, eigenen Stand auf dem Eitorfer Weih-nachtsmarkt u.v.m.)

Unsere Kinder planen mit dem Gemeindereferenten den wöchentlich stattfindenden Gottesdienst.        

Jede Klasse hat einen selbst ausgewählten Namen (u.a. Mondscheinkinder, Detektive auf heißer Spur, Forscher, Harmoniegeister), mit dem sich die Kinder identifizieren.

 

Öffnung nach innen und außen

Die Klassentüren zum Flur sind immer offen, interessierte Besucher sind uns willkommen und werden in unsere Arbeit integriert. Täglich haben wir Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen anderer Schulen, StudentInnen und DoktorandInnen aus ganz Europa und teilweise ganze Studienseminare zu Besuch.

Wann immer es möglich ist, suchen wir außerschulische Partner und Lernorte auf, um den Kindern die originale Begegnung möglich zu machen. In den letzten 10 Jahren sind feste Kontakte in Eitorf und über die Gemeindegrenzen hinaus entstanden. So besuchen wir Künstler im Ort, leihen uns Bücher der Gemeindebücherei aus, gehen mit dem Förster in den Wald, helfen bei der Kartoffelernte, retten Kröten und bauen Fledermauskästen. Regelmäßig besuchen Gruppen unserer Schule Konzerte für Kinder im Bonner Beethovenhaus, Führungen im Römisch- Germanischen Museum in Köln sowie im Haus der Geschichte in Bonn. Wir holen uns Experten ins Haus, z.B. einen Mitarbeiter der örtlichen Feuerwehr, der eine wöchentlich stattfindende Kinderfeuerwehr- AG leitet, die Theatergruppe "Zartbitter", die alle zwei Jahre ein Stück zur Prävention von sexuellem Missbrauch aufführt, die rollende Waldschule, ein Mitarbeiter der Sternwarte Köln u.v.m.

In der diesjährigen Projektwoche sind die außerschulischen Partner von besonderer Bedeutung. Wir verlassen die Schule, um Einblicke in verschiedene Berufe (Arzt, Arbeit beim Kölner Stadtanzeiger, Polizei) zu erlangen, in Kooperation mit den örtlichen Vereinen verschiedene Sportarten auszuprobieren oder auf Reisen zu gehen (Fahrradtour im Emsland, Wandern bis zum Rhein).

 

 

Unsere Kinder kommen gerne in die Schule – wir auch!