Unsere Unterrichtsformen
Die gesamte Arbeit der
Klassen basiert auf Verabredungen, Absprachen, Übereinkünften, Verträgen und
gemeinsamen Gesprächen innerhalb der kooperierenden Gemeinschaft "Klasse". Diese
Organisation der Arbeit und des Lernens findet im Morgenkreis, im Klassenrat, im
Wochenabschlusskreis, in Gesprächen zwischen den SchülerInnen und in Gesprächen
zwischen Lehrerin und einem oder mehreren Kindern statt. Manchmal werden bei
einzelnen Kindern die Eltern mit in die Gespräche einbezogen, um verschiedene
Erwartungen von Eltern und Schule zu vereinheitlichen oder um Kinder gemeinsam
zu motivieren, wenn sie Probleme mit selbsttätigem Lernen haben.
Das Arbeiten der Kinder kennt
verschiedene Anlässe:
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Kinder haben selbst ein
Thema gefunden. Sie beginnen alleine oder in einer kleineren verabredeten
Gruppe ein "Miniprojekt". Sie werden nicht mit didaktischem Material
"versorgt", sondern finden einen eigenen Zugang zu Informationen und
Informanten innerhalb und außerhalb der Schule. Sie bestimmen selbst ihre
Arbeits-, Dokumentations- und Präsentationstechniken. Die Lehrerin ist in
diesem Fall immer als Beraterin für den Lerngang der Kinder da.
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Kinder nutzen und benutzen
Materialen der vorbereiteten oder realen Umgebung , um zu forschen und zu
entdecken. Beim "entdeckenden Unterricht", als auch beim "Tasten
und Versuchen" der Kinder gelten die gleichen Regeln wie bei den
Lerngängen.
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Kinder "finden"
Aufgabenstellungen in Schulbüchern, Spielen oder anderen Materialien durch
Angebote des Klassenraumes, eines speziellen Raumes der Schule, etwa eine
Mathe-Werkstatt oder eine Bibliothek oder aufgrund von Absprachen im
Klassenrat. Sie beschließen eine Aufgabenstellung zu bearbeiten. Auch bei der
Bearbeitung von selbstgewähltem Lernstoff begleitet die
Lehrerin.
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Zwischen den Schülern und
den Lehrern wurden "Verträge über regelmäßige Arbeiten" der
Kinder geschlossen. Dies betrifft in unseren Klassen immer das Schreiben der
Freien Texte und die dazugehörige "Dichterlesung", und mit dem zweiten
Schuljahr die eigene Arbeit mit der Rechtschreibbox, in der das in den Freien
Texten benutzte Vokabular der Kinder in der richtigen Schreibung festgehalten
und bearbeitet wird. Andere Aufgaben wechseln, wie etwa das Üben mit
mathematischen Materialien, Klassentage- oder Wanderbücher, Mal- oder
Zeichenmappen oder -bücher, Lernen von 1x1-Reihen, etc.
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Der Klassenrat beschließt
die Durchführung eines gemeinsamen Projekts der Klasse, mehrerer Klassen oder
der ganzen Schule. Die Themen können für jede Arbeitsgruppe verschieden sein,
es kann ein weites gemeinsames Rahmenthema oder ein gruppenarbeitsteiliges eng
gefasstes gemeinsames Projektthema sein. Hier kommt vor allem, wie auch bei
den Lerngängen der "Freie Ausdruck" der Kinder zum Tragen. Auch bei der "Projektarbeit"
ist die Lehrerin ständige Helferin, Moderatorin und Mit-Managerin.
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Immer wieder tauchen
spontane Fragen oder Themen in den Kreisen der Klasse, in den Gruppen oder
außerhalb des schulischen Lernens auf. Themen oder Fragen können sich in der
Arbeit immer mehr herauskristallisiert haben oder sie entstehen geplant bei
Unterrichtsgängen oder anderen Elementen des Arbeitsrepertoire der Klasse,
etwa bei "Fragen zur Welt", oder bei Fragen die die Lehrer mitbrachten und von
den Kindern aufgenommen wurden. Hier sitzen wir zusammen und führen ein
klassisches "sokratisches Unterrichtsgespräch", in dem die
Erklärungen, Hypothesen und Fantasien der Kinder mindestens genau so wichtig
sind wie das Wissen der Lehrerin.
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Kinder und Lehrerin
vereinbaren ein Thema, das als "Stationenarbeit" von den
Lehrerin vorbereitet wird. Hier kann es dann nicht darum gehen, dass alle
Kinder alle Stationen zu absolvieren haben, sondern, dass sie so gut sind,
dass möglichst viele von den Kindern akzeptiert werden. Bald lernen sie, diese
Stationen selbst für sich und die anderen Kinder zu planen.
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"Lehrgänge"
werden zwischen den Kindern und der Lehrerin verabredet. Wir bieten den
Kindern immer wieder Themen an, die wir auch als guten frontalen,
differenzierten, gut durchdachten Unterricht vorbereiten. Hier können auch
andere Lehrerinnen oder Fachleute eingeladen werden. So werden Materialien der
handlungsorientierten Mathematik eingeführt und vorgestellt, so werden
rechtschreibliche oder grammatikalische Grundkenntnisse zusammengefasst, damit
die Kinder einen Überblick haben, was weiterführende Schulen "verlangen", so
kann eine musikalische Vorführung erarbeitet werden oder Zusammenhänge der
Naturwissenschaften oder gesellschaftlicher komplexer Abläufe vermittelt
werden.